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Gemeinschaftspraxis
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Kieferorthopädie / Bionator

Behandelnde Ärztin: Dr. Birgit Rückert

Ganzheitliche Aspekte

Die kieferorthopädische Behandlung umfasst, sofern sie ganzheitlich ausgerichtet ist, nicht nur das "Geraderücken" schiefer Zähne, sondern soll allgemein regulierend auf gestörte Körperfunktionen wirken.
Dies beginnt schon während der sogenannten ZU, der "zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen", welche parallel zu den kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen für rechtzeitiges Erkennen einer gestörten Entwicklung des Kindes sorgen sollen.

Bereits während der Schwangerschaft wird hier die werdende Mutter auf die besondere Bedeutung des Stillens für die Entwicklung ungestörter Saug- und Schluckbewegungen hingewiesen, welche unabdingbar sind für eine regelrechte Nasenatmung und die Kräftigung der Kau- und Gesichtsmuskulatur. Nur im ausgewogenen Zusammenspiel all dieser natürlichen Faktoren können sich optimale Schädel- und Zahnbogenformen entwickeln.

So wird denn auch beim kindlichen Patienten schon früh begutachtet, ob die Atmung, Kopf- und Körperhaltung, Schluckmuster und Sprachvermögen altersgerecht und unauffällig sind. Ist dies nicht der Fall, so wirkt früh einsetzende, häufig auch fachübergreifende ganzheitliche Therapie (Logopädie, Ergotherapie, Krankengymnastik, Hals-, Nasen-, Ohrenarzt), in mehrfacher Hinsicht heilend auf das Kind und erspart gar nicht so selten später eine langwierige kieferorthopädische Behandlung.

Arten der kieferorthopädischen Behandlung

In der Regel werden in verschiedenen Phasen der Behandlung unterschiedliche Geräte zum Einsatz kommen bzw. miteinander kombiniert werden:

1. Funktionskieferorthopädische Geräte

Hierzu gehören vor allem der Aktivator, der Bionator und der Funktionsregler nach Fränkel. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie keinen direkten Einfluss auf die Zahnstellung nehmen, sondern durch regulierende Wirkung auf das muskuläre Zusammenspiel der Kau- und Gesichtsmuskulatur die Stellung der Kiefer zueinander optimieren sollen. Zu kleine Kieferbasen erhalten Wachstumsimpulse, zu groß geratene Kieferbasen werden im Wachstum gehemmt.

2. Aktive Platten

Dies sind die klassischen herausnehmbaren Zahnspangen, die es in vielfältiger Ausführung bezüglich der `aktiven Elemente`, also Schrauben, Federn und Häkchen gibt. Sie üben unmittelbare Kräfte auf die einzelnen Zähne, aber auch auf die knöcherne Basis der Zahnreihen aus. Jedes Kind wählt die farbliche Gestaltung der Kunststoffbasis ganz nach den eigenen Vorlieben aus und kann sogar durch kleine, im transparenten Kunststoff sichtbare Bildchen und Symbole die eigene `Klammer´ zum unverwechselbaren Einzelstück machen.
Aktive Platten kommen in der Regel bereits zu Beginn der kieferorthopädischen Behandlung zum Einsatz und führen bei guter Mitarbeit des kleinen Patienten in vielen Fällen zu sehr schönen Ergebnissen.

3. Festsitzende Apparaturen (Brackets)

Die festsitzende Apparatur, auch Multiband genannt, gehört zu den wirkungsvollsten kieferorthopädischen Behandlungsmethoden, mit deren Hilfe häufig auch schwere Zahnfehlstellungen effektiv korrigiert werden können. Sie stellt an den Patienten höchste Anforderungen in bezug auf die häusliche Disziplin beim deutlich erschwerten Zähneputzen sowie bei der Zuverlässigkeit wegen der zahnärztlichen Kontrolltermine. Beides muß über Monate hinweg mit gleichbleibender Motivation ernst genommen werden. Bei dieser Methode werden auf jeden einzelnen zu bewegenden Zahn Brackets geklebt, in deren Führungsschlitze aktive Drahtbögen und andere aktive Elemente( Gummis, Zug- und Druckfedern etc.) eingeführt und festgebunden werden können. So wird auf den Zahn eine ständige, leichte Kraft ausgeübt, die schließlich die erwünschte Zahnbewegung hervorruft.

4. Retentionsgeräte

Im Anschluss an die aktive kieferorthopädische Behandlung wird das erreichte Endergebnis mit einem Retentionsgerät gesichert, um ein eventuelles Zurückstellen der Zähne zu vermeiden. Dies muss solange geschehen, bis die Zähne genug Zeit hatten, sich in ihrer neuen Position zu festigen. Bis das Körperwachstum ganz abgeschlossen ist, bzw. bis eventuell störende Weisheitszähne entfernt worden sind, sollte in jedem Fall retiniert werden. Retentionsgeräte können einfache Platten sein, oder aber festeingesetzte Schienen oder weiche Elastogeräte, die neben dem Halten sogar noch kleinere Korrekturen ausführen können.